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(Viel historisches und archäologisches gibt es auf Karpathos ja nicht) Also machten wir einen
Ausflug, in den frühen
Morgenstunden fuhren wir mit einem Boot
die Küste entlang. Während
der Fahrt sahen wir zahlreiche kleinere Buchten und wir fragten uns wie die
wohl
zu erreichen sind. In zerklüfteten Felsen in unwegsamen
Gelände standen plötzlich Kapellen an Stellen die auf den ersten Blick
für Menschen gar nicht erreichbar erscheinen und doch hat jemand die
Mühe auf sich genommen. Wir erfuhren das diese von gläubigen und
dankbaren, wohl reicheren, oft ausgewanderten Griechen aus Dankbarkeit
erbaut worden sind. Gegen Mittag legten wir in dem kleinen Hafen von
Diafani an. Von hier aus ging es mit dem Bus über eine abenteuerliche,
holperige Piste die Serpentinen hoch, plötzlich nach einer weiteren Kurve
sahen wir das Gebirgsdorf Olympos - uns bot sich ein einmaliges Panorama.
An den Berg angeschmiegt das Dorf mit Feldern die in Terrassen angelegt
wurden. Die Häuser in der Farbe des Berges, so daß sie von der Meerseite
aus einst zum Schutz vor Piraten nicht von den Klippen des Berges zu
unterscheiden waren, wie uns von der Reiseleiterin berichtet wurde.
Olympos ist auch sehr bekannt wegen seines Osterfestes, das alljährlich
von vielen Festlandgriechen und Touristen als besondere Attraktion besucht
wird. Die Straße reicht bis zum Fuße von Olympos, ab dann ist das Dorf
nur noch zu Fuß erreichbar. Alles was die Bewohner benötigen wird über
die Treppen getragen oder per Esel hochgeschafft. Wir hatten das Gefühl
hier ist die Zeit stehen geblieben, kleine enge Gassen und immer wieder
Treppen, hier sollte man schon gut zu
Fuß sein. Besonders sehenswert die Kirche mit ihrem alles überragenden
Turm, die Windmühlen die auf dem Berggrat aufgereiht wie an einer Perlenkette
stehen und von denen man einen schwindelerregenden Blick auf das tief
unter uns liegende Meer hatte und die damals (1990) teilweise noch in Betrieb waren.
Während einer kleinen Pause in einem Biergarten genossen wir nochmals den
Blick auf Olympos und die Terrassenfelder und ließen die Magie noch etwas
wirken. Dann ging es zurück nach Diafani. Hier besuchten wir ein
tradionelles Bauernhaus (es hieß es würde noch bewohnt) ein paar Jahre
später zum Museum umfunktioniert. Die Dorffrauen ließen es sich nicht
nehmen eine unserer Mitreisenden in eine reichbestickte tradionelle Tracht
zu stecken und zu schmücken. Unser Boot wartete schon und nun gings
zurück nach Pigadia.
Was noch zu erwähnen wäre ist das Erbgesetzt in Karpathos und zwar
stehen da die Mädchen zuerst in der Rangordnung und dann die Jungens und
aus diesem Grunde sind viele Karpatioden ausgewandert. Vor allem Amerika
war ihr erklärtes Ziel, worauf die daheimgebliebenen Verwandten sehr
stolz sind. Der bekannteste Sohn Karpathos ist wahrscheinlich Telly
Savalas besser bekannt als "Kojak"!
Fazit
Karpathos ist eine Insel für Individual-Urlauber die den Massentourismus
ausweichen möchten. Laut neuesten Berichten ist das immer noch so und
wir werden demnächst wieder mal unsere Insel und George besuchen.
Zwei
Hotels die wir guten Gewissens empfehlen können sind
Hotel
Elektra und Hotel
Mediterranean
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